bild1tagesmutter susanne in schwechat

 

 

 
Die Geschichte eines ganz normalern Arbeitstages
von der Tagesmutter Susanne
 

Grrr 6 Uhr der Wecker läutet. Ich drehe mich auf die Seite. Walter mein Mann ist schon im Büro. Frühstückskaffee zum Munter werden. Tee für meine Söhne. Martin und Peter wecken. Murrende Gesichter. Dann sitzen wir doch gemütlich beim Frühstück. Meine Söhne gehen in die Schule

1/2 8 Uhr das erste Tageskind trudelt ein. "Hast du gut geschlafen? Was gab´s zum Frühstück?" Ich werke in der Küche Isabella trocknet die Teller ab. Es läutet großes "Hurra!" Simone kommt. Umarmung, jetzt hab ich wem zum Spielen. Ich koche fürs Mittagessen, die Zwei auf der Puppenküche. Manchmal helfen sie auch Gemüse schneiden, rühren, einräumen. Die Zwei erzählen um die Wette, was gestern Nachmittag passiert ist. Dass Mama die Milch umgefallen ist und der Bruder fast mit seinen Hausschuhen vom Kindergarten nach Hause gegangen wäre. Die Zwei sind zielstrebig im Wohnzimmer verschwunden, nachdem jeder mit einem Spielzeug beschäftigt ist, geht´s für mich ans Jause richten, die Tasche für den Park packen.

9 Uhr, jetzt geht es erst richtig los. Die letzten Kinder kommen. Erst einmal heißt es " Alle Mann zu Tisch - Jause gibt´s" Jeder holt sich seinen Teller und Häferl aus dem Küchenkasterl und saust zu seinem streng verteidigten Platz. Unseren Tischspruch nicht vergessen, und dann haut jeder ein. Die Kinder tragen ihr schmutziges Geschirr in die Küche und ich versuche die Reste einzusammeln. (Manchmal verlegen wir unsere Jause auch auf die Wiese. Mit einer großen Decke gibt´s ein Picknick.) Windeln wechseln oder auf die Toilette - Hände waschen. Wir wollen auf den Spielplatz. Wer findet seine Schuhe? Wir holen den Zwillingswagen aus dem Keller. Ausgerüstet mit Sandspielsachen, Ball und Seilen können wir uns austoben. Bald fahren die Kleinen mit Dreirad und Rutschauto. Der Kleinste wird müde, gekuschelt im Wagen hält er sein Schläfchen. 1/2 12 Uhr wir müssen uns auf den Weg nach Hause machen.

Wenn wir den Vormittag zu Hause bleiben, muss Abwechslung sein. Einige kramen in der Duplokiste während Isabella Bücher liebt und eine Geschichte hören möchte. Bald kuschelt sich noch Erick dazu. Dann interessieren die Fingerfarben und selbst die Kleinsten kleben und kneten ausgezeichnet. Jetzt noch ein Lied und ein paar Reime und alle sind zufrieden.

Um 12 Uhr werden die Ersten abgeholt. Danach Hände waschen und ich esse mit den restlichen Kindern Mittag. Zweites mal Windeln wechseln, jeder holt sein Schmusetier und die Zwei halten ihr wohlverdientes Schläfchen. Jetzt geht´s ans Aufräumen, meine Kinder kommen von der Schule, haben Hunger. Um 15 Uhr ist auch der Tag für die letzten Zwei bei mir vorbei. Sie krabbeln aus ihren Schlafplätzen und überlegen, was Papa und Mama mit ihnen unternehmen werden. Nun ist die Zeit für meine Familie - Martin soll ich Vokabeln abprüfen, Peter möchte wissen, wie man Luftmaschen strickt. Walter, mein Mann kommt erst später, aber auch er hat so seine Pläne mit uns. Ein ganz normaler Tag geht zu Ende - bis morgen dann.